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ChlamydienEigenschaften von Chlamydien:- gramnegative Bakterien; besitzen äußere Hüllmembran (mit LPS), aber kein Peptidoglycan, unbeweglich, nicht kultivierbar auf normalen Bakterienmedien. - obligate intrazelluläre Parasiten von menschl. u. tier. Zellen (ähnlich den Rickettsien, aber nicht mit diesen verwandt); eigener Baustoffwechsel, aber Nutzung fremder energiereicher Verbindungen (z. B. ATP aus Mitochondrien der Wirte), besitzen keine Cytochrome und Atmungssysteme; Erreger verschiedener tier. u. menschlicher Erkrankungen (bes. Säuger u. Vögel); sehr kleines Genom (5-10x 10E5 bp), nur Mycoplasmen (ohne Zellwand) weisen noch diese geringe Größenordnung auf (12 - 20 % des E. coli-Genoms, 200 % des Vaccinia-Virus-Genoms). - typischer biphasischer Entwicklungszyklus: |Elementarkörper (EB)| |Retikularkörper (RB)
sporenartiges Partikel, sich replizierende Zellen,
dicke Zellhülle, dünne Zellhülle (binäre Teilung),
metabolisch inaktiv metabolisch aktiv,
infektiös, Anlagerung an nicht infektiös, Ausbildung in
Wirtszellen den Wirtszellen
(kommt nicht in dieser vor,
wird aber aus dieser freigesetzt)
200 - 300 nm groß 700 - 1000 nm groß
Chlamydia C. trachomatis: humanpathogen: Konjunktivitis, Trachom (Augenerkrankung, die ohne Behandlung zur Blindheit führen kann). Einige Stämme von C. trachomatis werden sexuell übertragen und führen zu Geschlechtskrankheiten: Lymphogranuloma venereum bzw. chlamydiale Nicht-Gonokokken-Urethritis (NGU): verschiedenste z. T. unterschwellige Symptome bis ernste Probleme: Prostata-Entzündung oder Unfruchtbarkeit bei Frauen, inzwischen häufigste übertragene Geschlechtskrankheit. Glycogeninclusionen (nur diese Art). C. psittaci: pathogen für Vögel u. Säuger (Mensch selten): Ornithose/Psittacose (Papageienkrankheit); gelegentliche Übertragung auf Menschen führt zu atypischen Pneumonie (Lunge u. a. Organe betroffen), vgl. Meldung Nistkästen. C. pneumoniae: humanpathogen: Halsschmerzen/Heiserkeit/Bronchitis, z. T. Pneumonie, 40 - 70 % der Erwachsenen durchseucht. ||
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Microbial
[University] |
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Jörg Bernhardt, phone +49 3834 864202, bernhard@microbio2.biologie.uni-greifswald.de 20.03.2000 |
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